Freitag, 23. August 2013

Blasenentzündung und MS - was gilt es zu beachten?

Vielen Frau wissen, wie sich eine Blasenentzündung anfühlt: häufiger Harndrang, beim Wasserlassen kommt nur wenig Urin, dafür schmerzt und brennt es. Blasenentzündungen gehören zu den häufigsten Infektionen des menschlichen Körpers, Frauen sind deutlich häufiger betroffen. Bei Menschen mit MS treten vermehrt Blasenentzündungen auf. Meist führen MS-bedingte Funktionsstörungen von Harnblase und Beckenboden zu mitunter immer wiederkehrenden Blaseninfekte. Eine Harninkontinenz oder eine erschwerte und unvollständige Entleerung der Blase gelten als besondere Risikofaktoren für Blasenentzündungen. Wird die normale Funktion der Blase durch eine geeignete neurourologische Therapie wiederhergestellt, nimmt auch die Infektrate rasch ab. Auch MS-Medikamente selbst können Blaseninfekte begünstigen, so kam es in Studien unter der Therapie mit Fampyra vermehrt zu Blasenentzündungen. Wie jede Infektion im Körper kann auch eine Blasenentzündung einen Schub oder ein Fortschreiten der MS auslösen. Darum ist Blaseninfektprävention auch Schubprävention! Wirksame Massnahmen zur Vorbeugung von Blasenentzündungen sind eine angemessene Flüssigkeitszufuhr, das Meiden von Kälte und Zug, die regelmässige Entleerung der Blase und eine ausgeglichene Regulation der Darmfunktion. Ein Ansäuern des Harns mit sauren Fruchtsäften oder die Verwendung von Cranberry-Produkten kann hilfreich sein. Auch bei MS anwendbar und wirksam sind seit Jahren bewährte Impfungtherapien gegen Blasenentzündungen. Fazit: Jede Blasenentzündung bei Frauen und Männern mit MS sollte erst genommen und angemessen abgeklärt und behandelt werden. 

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