Dienstag, 13. Mai 2014

Das Beckenschmerzsyndrom - ein Beitrag von Prof. Dr. Regula Doggweiler

Anhaltende Schmerzen oder wiederkehrende Schmerzepisoden im Bereich des Beckens und des Beckenbodens werden als "chronic pelvic pain syndrom" (CPPS) bezeichnet. Häufig finden sich bei den betroffenen Frauen oder Männern keine manifesten Infektionen oder andere erkennbaren Ursachen für die Beschwerden. Oft berichten Patienten über Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Scheidenschmerzen, Beckenringschmerzen, Steissbeinschmerzen und anorektale Schmerzen. Die Symptome des CPPS können sich sehr unterschiedlich äussern: Brennen, Stechen, Kribbeln, häufigem und/oder imperativem Harndrang, Druck- Krampf- oder Verspannungsgefühlgefühl oder einfach ein unangenehmes Empfinden an einem Ort, wo man normalerweise im Alltag keine Empfindung verspürt. Die Symptome können konstant oder episodenhaft auftreten. Oft kann langes Sitzen, enge Kleidung oder Stress die Beschwerden verstärken. Durch Verkürzungen der am Becken angrenzenden Muskulatur oder Verspannung der Beckenbodenmuskulatur können Triggerpunkte entstehen und Schmerzen ins Becken ausstrahlen. Diese können bei spezialisierten Physiotherapeutinnen behandelt werden. Weitere Informationen unter kontinenzzentrum.ch.

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