Wie erkennen Sie eine Prostatavergrößerung?


Entwicklung der Symptome

Zu Beginn bemerkt der betroffene Mann recht wenig. Allenfalls wird ihm eine Abschwächung des Harnstrahl auffallen oder die Beobachtung, dass er viel länger auf der Toilette bleibt als noch vor ein paar Jahren. Wächst die Prostata weiter, ruft sie zunehmend stärkere Beschwerden hervor. Man unterscheidet hier grundsätzlich obstruktive Beschwerden, die durch die Verlegung der Ausflussbahn hervorgerufen werden von den irritativen Beschwerden, die durch eine ein Beeinträchtigung oder Reizung des Gesamtsystems Blase/Prostata hervorgerufen werden. Die Hitliste der Symptome wird von den irritativen Symptomen angeführt, die sich als gehäuftes nächtliches Wasserlassen, häufiger und verstärkter Harndrang oder Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung äußern können. 

Frühzeitige Abklärung und Behandlung ist wichtig.

Viele Männer plagen sich eine recht lange Zeit mit diesen Beschwerden herum, bevor Sie einen Urologen aufsuchen. Manche warten gar solange, bis sich bereits erhebliche Veränderungen der Blase mit Beeinträchtigung der Nierenfunktion eingestellt haben oder es zu einer totalen Harnsperre kommt, sich also überhaupt kein Urin mehr entleert. Beides ist für beide Seiten, den betroffenen Mann und den behandelnden Urologen, eine unangenehme Sache. Meist trifft es den Urologen im Nachtdienst gegen vier Uhr morgens, dann nämlich, wenn sich der betroffene Mann – meist so um die 60 – nach dem Genuss mehrerer Biere im Biergarten in heller Aufregung und mit angstvollem Blick in der Notaufnahme meldet. Eine übervolle Blase ist extrem unangenehm für den Betroffenen, und das einzige, was in diesem Falle hilft, ist die Blase mit einem Katheter abzulassen. Bis zu einer Harnsperre oder dauerhaften Schädigungen der Blase oder der Nieren sollten Sie es also nicht kommen lassen, sondern rechtzeitig vorher einen Urologen aufsuchen.

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